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16.11.2007
THW-Präsident will raus aus dem Image des "Kriegswartevereins"
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THW-Präsident Albrecht Broemme.
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THW-Präsident Albrecht Broemme mit dem Landesbeauftragten Dietmar Löffler (links) und dem scheidenen Landesvorsitzenden Harmut Koschyk, MdB (2.v.l) und seinem Nachfolger Stephan Mayer, MdB.
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"Wo stehen wir - wo wollen wir hin?" Diese Frage warf der Präsident zu Beginn seines Vortrages auf. Ein entsprechendes Positionspapier, so sagte er, werde momentan entwickelt. Darin enthalten seien Szenarien, denen sich das THW stellen wolle. "Wir wollen in der Lage sein, bei großflächigen Schadenslagen zeitgleich 15.000 Helfer einsetzen zu können", bekräftige Broemme. Doch damit noch nicht genug. Wenn es nach seinen Vorstellungen geht, dann sollte auch noch zwei Mal eine Ablösung möglich sein. Dem Präsidenten ist schon klar, dass dafür 45.000 Helfer notwendig seien. Er will jedoch raus aus dem Image des "Kriegswartevereins". "Denn dafür wären wir zu teuer", sagte er.
Mit dem Positionspapier will Broemme der politischen Seite klar machen, was mit den Bundesmitteln im In- und Ausland gemacht werden könne. "Das Geld ist schon jetzt gut angelegt", beteuerte er und verwies auf die Ausbildung der Helfer und die Notwendigkeit der erforderlichen Ausrüstung. Dabei sei die Summe ohnehin relativ wenig, wenn man vergleiche, dass allein die Berufsfeuerwehr Frankfurt und Bochum zusammen mehr den Kommunen koste, als die Bundesregierung dem THW zur Verfügung stelle.
Dass das THW mit diesen niedrigen Mitteln Katastrophenschutz betreiben könne, sei ausschließlich auf das ehrenamtliche Engagement der Helfer zurückzuführen. Werde in einem Bundesland Katastrophenalarm ausgelöst, dann sei er dafür, dass der Beitrag des Bundes in Form des THW-Einsatzes dem Land nicht in Rechnung gestellt werden. "Doch dafür müssen aber auch die Mittel im Bundeshaushalt entsprechend erhöht werden", appellierte Broemme. Ob teilweise oder völliger Kostenverzicht - das müsse in den nächsten Monaten entschieden werden!
Bei der Ausbildung will Broemme zukünftig auf eine intensivere Verzahnung zwischen Wirtschaft und Bundesschule setzen. Die Ausbildungsmöglichkeiten könnten demzufolge zu einer Verbesserung und Modernisierung im Wettbewerb führen.
Johann Haas
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