Landesvereinigung Bayern e. V.

 
 Landesversammlungen

Versammlung am 23. 10. 2004 in Nürnberg

MdB Hartmut Koschyk als Landesvorsitzender bestätigt"

Bei der Landesversammlung der THW-Landesvereinigung in Nürnberg ist der bisherige Landesvorsitzende und Bayreuther CSU-Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt worden. Auch die stellvertretende Landesvorsitzende, Siglinde Schneider-Fuchs aus Forchheim, die auch dem Vorstand der THW-Bundesvereinigung angehört, wurde wieder gewählt. Weiterhin gehören dem Vorstand der THW-Landesvereinigung Ellen Lucht aus Nürnberg als Schriftführerin und Siegfried Schymala aus Ingolstadt als Schatzmeister an.

Koschyk bezeichnete das THW in Bayern als stärkste Säule des THW in Deutschland. Das THW in Bayern verfügt nach Koschyks Aussagen über 13.961 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die in 111 Ortsverbänden landesweit organisiert sind. Der Jugendanteil steige kontinuierlich, so Koschyk. Gegenwärtig gebe es in Bayern 2.468 THW-Junghelfer im Alter von 10 bis 18 Jahren in 175 Jugendgruppen. Die bayerischen THW-Helfer hätten im vergangenen Jahr überdurchschnittliche 202,51 Std. ehrenamtliche Hilfe geleistet. Der bundesdeutsche Mittelwert der ehrenamtlichen THW-Helfer liege bei 179,67 Std. Auch der Frauenanteil des bayerischen THW sei im Wachsen begriffen. Derzeit gebe es in Bayern 1.042 weibliche THW-Helfer. Der Vorsitzende der THW-Landesvereinigung nannte es auch vorbildlich, dass 67 % der männlichen THW-Helfer in Bayern ihren Dienst freiwillig leisten würden und nur 33 % anstelle des Wehrdienstes THW-Dienst leisten.

Bei der THW-Landesversammlung in Nürnberg stellte der Vizepräsident des neu geschaffenen Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Rudolf Atzbach, die neue Behörde vor, die seit dem 1. Mai d.J. aus der Zentralstelle für Zivilschutz hervorgegangen ist. Das neue Bundesamt ist Bestandteil der "Neuen Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland" von Bund und Ländern und ist in sieben Kompetenzzentren gegliedert:

· Krisenmanagement/Katastrophenhilfe,
· Notfallvorsorge/Notfallplanung; internationale Angelegenheiten,
· Schutz kritischer Infrastrukturen,
· Katastrophenmedizin,
· Zivilschutzforschung; ABC-Schutz/-vorsorge,
· Zivilschutzausbildung,
· ergänzender Katastrophenschutz, Technik und Ausstattung.

Die an diesem Wochenende angebotenen Themen-Workshops sollten von den Delegierten wahrgenommen werden. Die Delegierten hätten so die Möglichkeit, ihre ehrenamtlichen Erfahrungen nachhaltig einzubringen. Zu der Bundesversammlung am Nachmittag hat auch Bundesinnenminister Otto Schily sein Kommen zugesagt.

Quelle: forchheim-lonline