Landesversammlungen
Versammlung am 01. 12. 2001 in Mühldorf am Inn
Führungswechsel erfolgt
Die THW-Landesvereinigung Bayern e.V. traf sich zu ihrer Jahresversammlung in Mühldorf. Dirk Hubertus Bosse, stellvertretender Vorsitzender, unterstrich in seiner Begrüßung, wie wichtig die Vereinigung für den Partner THW ist. Von 112 potentiellen Ortsvereinen sind 100 Mitglieder in der Landesvereinigung. Die Delegierten wurden gebeten, mit noch mehr Überzeugungsarbeit darauf hinzuwirken, dass endlich alle der Landesvereinigung beitreten.
THW-Landessprecher Rudi Skalitzky listete die neuen Haushaltszahlen für das THW auf: Der Bund hat den Haushalt für 2002 um 25 Millionen aufgestockt und weitere 25 Millionen vom Terrorpaket dem THW zugeschrieben. Skalitzky forderte auf, die Abgeordneten weiterhin mit Information über das THW zu unterrichten, um frühzeitig Weichen stellen zu können für das THW. Trotz des neuen Haushalts könne es zu Abstrichen in der Organisation kommen.
THW-Landesjugendleiter Andre Stark dankte der THW-Landesvereinigung und dem Bayerischen Jugendring für die Unterstützung der THW-Jugend. Bayern stellt 23% der THW-Bundesjugend, eine Zahl, auf die man stolz sei. Mitglied der THW-Jugend Bayern sind 1900 Jugendliche plus 250 Erwachsene.
Dietmar Löffler, kommissarischer Landesbeauftragter, dankte der Landesvereinigung - auch für den Kampf um mehr Geld. Besonderer Dank ging an Siglinde Schneider-Fuchs für ihr großes Engagement zugunsten von mehr Sensibilität und Akzeptanz im Umgang mit dem THW. Auch die Auslandseinsätze wurden angesprochen, welche im Jahr 2001 in Indien, Italien und im Grenzgebiet Iran-Afghanistan mit bayerischer Beteiligung stattfanden.
Der scheidende Landesvorsitzende Alfred Sauter, MdL, kandidierte nicht mehr für eine Wiederwahl. Er lies seine 15-jährige "Dienstzeit" in der THW-Helfervereinigung noch einmal Revue passieren. "Bewegend, turbulent, erfolgreich" das waren die Akjektive, die Sauter mit der Erinnerung verband. "Es läuft von unten nach oben." Dieses Selbstverständnis sei typisch für die Vereinigung und habe sich besonders in der Herauslösung aus dem BZS 1993 bewahrheitet. Sauter kritisierte, dass man nicht fragen könne, wer möchte bei uns sein. Wer darf bei uns sein - das werde "von oben" vorgeschrieben. Die Althelfer des THW nannte er "das Rückgrat der Organisation".
Darauf, wie sich die THW-Jugend aufgebaut habe, sei man stolz.
Improvisationsfähigkeit ist ein Markenzeichen
Im Rahmen der vielen Einsätze des THW bei Unfällen und Katastrophen zeige sich immer wieder, wie improvisationsfähig die Hilfsorganisation sei. Viele der hilfreichen Provisorien funktionieren nach 30 Jahren immer noch. "Das ist deutsche provisorische Wertarbeit" so Alfred Sauter.
Die Personalentwicklung in der THW-Landesvereinigung nannte Sauter symptomatisch für die Stabilität, die richtungweisend sei. Jeder, der bisher Verantwortung getragen hat, habe dazu entscheidende Beiträge geleistet. "Bosse hat am meißten aushalten müssen," resümierte Sauter. "Aber er ist stabil". Höchste Qualität kennzeichne die menschliche und fachliche Zusammenarbeit.
"Geht nicht, gibt's nicht".
Das sei die Einstellung, die ihn, Sauter, so am THW begeistere. "Die Kompetenz ist groß im THW", das gelte nicht nur für das überzeugte Zusammenwirken im Fachbereich sondern auch für die Tragfähigkeit, die aus der gesellschaftlichen Bedeutung erwachse. Auch Stellvertreter Bosse erinnerte sich in seiner Abschiedsrede. Er sprach von der Gründung der bayerischen Landesvereinigung 1986 in Ingolstadt, an der auch Landesbeauftragter a.D. Dipl.Ing. Reiner Vorholz entscheidend mitgewirkt habe und bewies mit einem Zitat der Pro-THW-Thesen von 1993, dass sie nichts an Aktualität verloren haben.
Nach dem Kassenbericht von Siegfried Schymala und der Entlastung des Vorstandes, initiiert von Kassenprüfer Georg Schweikert, übernahm Dietmar Löffler die Wahlleitung für den neuen Vorstand. 1. Vorsitzender Alfred Sauter, MdL, und sein Stellvertreter Dirk-Hubertus Bosse zogen sich beide aus der Verantwortung für die THW-Landesvereinigung Bayern e.V. zurück.
Die 83 Delegierten der örtlichen Fördervereine wählten Hartmut Koschyk, MdB, einstimmig zum 1. Vorsitzenden. Siglinde Schneider-Fuchs wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Schatzmeister blieb Siegfried Schymala und Schriftführerin Ellen Lucht. Der neue Landesvorsitzende Hartmut Koschyk, der auch der Vorsitzende des Fördervereins in Bayreuth ist, lobte in seiner Antrittsrede das THW in Bayern. Es sei eine Organisation der Tat und man wisse genau, was man wolle. Dank sagte Koschyk an Alfred Sauter und Dirk-Hubertus Bosse für ihre erfolgreiche Arbeit. Für die Vorstandschaft wünsche man sich die gleiche Teamarbeit, wie in den vergangenen Jahren.
Siglinde Schneider-Fuchs forderte alle örtlichen Helfervereine auf, eine verlässliche E-Mail-Adresse zu benennen, um die interne Kommunikation verbessern zu können. Dem Ziel dient auch eine homepage der THW-Landesvereinigung e.V., an der noch gearbeitet wird. Sie soll zu Beginn des Jahres 2002 in Betrieb gehen.
"Das THW lebt vom Ehrenamt", so Hartmut Koschyk und "das THW ist in Bayern etwas besonderes und Bayern ist in Deutschland was besonderes".
sf
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